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Artikel aus Mobile Times 26

Mobile Talk


Die vielen kleinen Sendemasten ...

...finden ja nicht einmal die mehr als zwei Millionen österreichischer Handybesitzer schön. Aber sie freuen sich über jeden Mobilfunksender, weil er ihnen die Sicherheit gibt, daß hier ihr Handy funktioniert. Mit dem zügigen Ausbau der Mobilfunknetze vermehrten sich die kleinen Sender rasant. Die drei Netzbetreiber bringen es auf mehr als 6500 Funkstationen, wobei ein Viertel auf eigenen Masten angebracht sind, sonst werden höhere Häuser, Silos und Strommasten genützt. Und jede Errichtung einer Funkstation hat eines langwierigen Baugenehmigungsverfahrens bedurft. Naturschutz und Ortsbildschutz fallen in Länder- und Gemeindekompetenz, werden also sehr unterschiedlich gehandhabt. Für die technischen und wirtschftlichen Fragen und den Gesundheitsschutz ist allein der Bund zuständig. Wie das Salzburger Agieren im Vorjahr zeigte, als sie den dritten Netzbetreiber Connect massiv behinderte, ist diese Kompetenzverteilung nicht allen klar. Es ist nicht Landessache über Grenzwerte der Strahlung zu befinden, Auflagen im Sinne des Denkmalschutzes sind es sehr wohl.

Daher sah der Spezialist für Staats- und Verwaltungsrecht Prof. Bernhard Raschauer die Notwendigkeit, den legistischen Dschungel zu durchforsten und zu klären, wer was entscheiden darf und wo Unklarheit herrscht. Eine Novelle zum Telekomgesetz zum Thema Site-sharing soll helfen, den Mastenwildwuchs einzudämmen. Schon jetzt werden über 100 Masten von zwei Netzbetreibern gemeinsam benutzt. Meist kann man ein Tauschverfahren anwenden oder mit Privatverträgen die Mietverhältnisse regeln. Oft kommt ein eigener Mastenbau billiger, da z.B. die Stromgesellschaften sehr hohe Mieten verlangen. So manche Behinderung beim Funkanlagenbau riecht nach mieser Geschäftemacherei: Wieviel Geld ist es den Netzbetreibern wert, daß ihre Kunden endlich eine zufriedenstellende Coverage haben?

Für und einfache Handyuser ist es wichtig, daß klare Regeln für den Netzausbau herrschen, denn wir wollen in optimalen Netzen telefonieren. Die bergige Topologie macht es in Österreich den Netzerrichtern ohnehin schon schwer genug, zusätzliche Hindernisse, wie GSM-freie Zonen in Flächenwidmungsplänen sind mehr als kontraproduktiv. Endlose bürokratische Vorgänge bremsen hierzulande ohnedies viel zu oft . Die momentan so positive Entwicklung der Telekommunikation - Österreich ist schon zu den Spitzenpositionen in der Handypenetration in Europa vorgestoßen - sollte nicht durch kleinkarierte Geister gebremst werden.

Christine Köttl

P.S.: Für die, die über den juristischen Stand der Dinge genau Bescheid wissen wollen, der genaue Buchtitel:
Bernhard Rachauer, Mobilkommunikation. Rechtsfragen der Sendeanlagen. Orac-Verlag, Wien


ALARM!

Alarmsysteme für Einfamilienhäuser werden immer beliebter. Was aber nutzt es, wenn die Sirene losgeht, und niemand hört es? Die Sachs Gesellschaft für Sicherheits- und Alarmsysteme mbH hat daher Mobikon entwickelt. Die eigentliche Alarmeinrichtung ist dabei mobil und kann daher auch im Auto oder im Urlaub eingesetzt werden. Die einzelnen Module des Systems umfassen dabei Sensoren für Bewegung, Neigung und Geräusche sowie Fensterkontakte und Rauchmelder. Das wirklich Geschickte daran ist, daß die Zentraleinheit die Alarmdaten auch in das GSM-Netz einspeisen kann, womit man jederzeit über Notfälle informiert wird.

MK




MOBILE TIMES Home Letzte Überarbeitung: Montag, 10. Februar 2003
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