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Artikel aus Mobile Times 28

Mobile News


Handy-Content

Christian Lutz, bisher Geschäftsführer von Vienna Online hat Ende Juli eine Firma namens "Universal Communication Platform" gegründet, deren Geschäftszweck das Anbieten von Inhalten für Mehrwertdienste von Handys ist. "Das Handy wird das Notebook in vielen Bereichen bald ablösen" meint er dazu.


Reiten für den Schilling

Wenn ein Mobilfunknetz mit dem Schilling irgendwie assoziiert wird, dann ist das max.mobil. Der noch vom ersten Generaldirektor eingeführte Tarif öS 1,- von Handy zu Handy stellte bei seiner Einführung eine Sensation dar. Österreichs zweitgrößter Handy-Netzbetreiber bleibt dieser Philosophie vom Telephonieren um einen Schilling treu: In der max.business.class (profi.max. und company.max.) telephoniert man um den berühmten Schilling pro Minute rund um die Uhr ins Festnetz. Der max-zu-max-Schilling bleibt natürlich auch erhalten, und Kunden, die sich noch für keinen alternativen Festnetzbetreiber entschieden haben, können bei max.mobil. jetzt auch Festnetzkunde werden und um - richtig geraten! - einen Schilling quer durch Österreich telephonieren.

Ein anderes interessantes Angebot, mit dem max.mobil. ebenfalls Vorreiter ist, stellt der data.max.-Tarif dar. Dabei handelt es sich um einen reinen Mobildatentarif, der pro Minute öS 1,50 kostet. Das Schöne an diesem Tarif ist die Grundgebühr: öS 99,- pro Monat und damit verbunden auch einen sonst kostenlosen, unlimitierten Internet-Zugang. Der Fairness halber sei aber auch daran erinnert, daß der erste Mobilfunkbetreiber in Österreich mit freiem Internetzugang die Mobilkom mit ihrem PocketNet war.


Noch mehr öS 1,-

Jetzt können A1-Kunden auch zum Festnetz um einen Schilling telephonieren. Zumindest, wenn es sich um Kunden mit Business- oder Company-Tarif handelt. Noch billiger geht es mit "DestiNation". Da kostet es die Geschäftskunden dann nur mehr öS 0,80 pro Minute. Es muß bloß eine vorher gewählte Festnetz-Wunschregion sein, die bei A1 "DestiNation" heißt. Für die gewählte DestiNation zahlt man eine zusätzliche monatliche Grundgebühr von öS 30,-.

Auch D-Netz-Kunden kommen jetzt in den Genuß dieser Verbilligung, denn auch im Analognetz zahlen jetzt Geschäftskunden nur mehr einen Schilling pro Minute für Anrufe ins Festnetz. Auch die DestiNation mit öS 0,80 und öS 30,- Monatsgebühr ist im D-Netz verfügbar.

Für primär im Inland tätige Geschäftsleute oder Vieltelephonierer wird das D-Netz damit noch attraktiver: Die monatliche Grundgebühr ist um öS 100,- niedriger als im A1-Netz: öS 290,- statt öS 390,-.


Mehrsprachige Sprach-Box

Ab Anfang August gibt es bei ONE eine mehrsprachige Sprachbox. Das heißt, die Mailbox kann jetzt Anrufer in einer von mehreren Sprachen begrüßen. Neben Deutsch stehen auch Englisch und Serbokroatisch zur Verfügung. Außerdem hat man sich bei ONE auch noch "flottes Deutsch" als weitere "Sprache" einfallen lassen. Die Einstellung, mit welcher Sprache ein umgeleiteter Anrufer begrüßt wird, kann der Handy-Besitzer selber über das bekannte System des Drückens von Nummerntasten für die jeweilige Option selber durchführen.


Preiswertes Internet via Wireless Data

Wireless Data bietet in Wien flächendeckend die Möglichkeit, die Datenübertragung von der Telephonleitung auf Funkwellen zu verlagern. Nach einjähriger Testphase ist das Projekt so weit gereift, daß die Ausbaustufe 1 (flächendeckende Versorgung von Wien) mit technischen Geräten realisiert werden kann, die im Preis-Leistungs-Verhältnis, was sowohl die laufenden Kosten als auch die Anschaffungskosten betrifft, unschlagbar sind.

Diese Geräte arbeiten nach demselben Prinzip wie das Handyfunknetz. Also ein Master, der alle in seiner Reichweite befindlichen Slaves anspricht. Jeder dieser Master bildet eine Funkzelle. Diese Funkzellen können sich überlappen, wobei die Möglichkeiten hierbei soweit gehen, daß ein Slave beim Durchqueren zweier sich überlappender Funkzellen automatisch von einem Master zum anderen wechselt.

Dies funktioniert bei einigen Geräten bei Eigengeschwindigkeiten des Slaves von bis zu 30 km/h. Die meisten Geräte dieser Art arbeiten im Frequenzbereich von 2,4 bis 2,4387 GHz, also im Mikrowellenbereich. Der Durchsatz beträgt theoretisch drei Megabit pro Sekunde, entfernungsabhängig sind stabile 2-Megabit-pro-Sekunde-Verbindungen die Regel.

Je nach örtlicher Gegebenheit wird die Antenne am Dach des Gebäudes oder im Bereich der Bürofenster positioniert. Die Entfernung zum Netzwerk kann bis zu 100 Meter betragen. Derzeit kann Wien flächendeckend mit Wireless Data versorgt werden. Voraussetzung ist die freie Sicht zu einer Sendestation von Internet Aktiv.

Sender-Standorte Wien:
Wiener AKH
Gebäude TGM
WGKK Wienerberg
Wien-Zieglergasse

Mit einer Bandbreite von 3 Mbit/sec können nicht nur einzelne Firmen angebunden werden, diese Kapazitäten sind ausreichend, um gesamte Bürocenter mit Internet-Connect zu versorgen. Hausintern wird entweder mittels Twisted-Pair oder Wireless-Lan verteilt. Der Einsatz eines Firewall-Routers gewährleistet die erforderliche Netzsicherheit.

Die Realisierung einer vergleichbaren Festnetzleitung dauert im mindesten mehrere Wochen. Wireless Data kann ab 24 Stunden in Betrieb genommen werden. Standortanalysen werden von Internet Aktiv kostenlos durchgeführt.

Durch geringe Fixkosten von öS 950,- je Monat sind somit vernünftige Bandbreiten auch für kleinere Firmen leistbar. Zur Einführung gibt's ein besonderes Zuckerl: Jeder der einen Kunden vermittelt, erhält eine Provision von öS 5000,-.

Christian Scherndl


Telephonflaschen

Das Telephonieren mit einer Limoflasche oder einer Cremedose soll bald zur Selbstverständlichkeit werden. Esprit Telecom hat ein Verfahren vorgestellt, mit dem sich alltägliche Gebrauchsgegenstände mit einer Telephonfunktion versehen lassen. Hierbei werden auf die Flasche, Dose oder beinahe jedes andere Produkt eine Telephon- und eine Kundennummer aufgedruckt. Über die Telephonnummer kann sich der Verbraucher von jedem Telephon aus kostenlos in das europäische Netz von Esprit Telecom einwählen, mit der Kundennummer identifiziert er sich als Käufer des entsprechenden Produktes. Einmal eingewählt, kann er bis zu einem vom Hersteller festgelegten Höchstbetrag kostenfrei telephonieren. Esprit Telecom will das Verfahren nicht selbst anbieten, sondern über Konsumgüterhersteller, die ihre Produkte mit Telephonfunktionen ausstatten wollen. Sinngemäß läuft es wohl darauf hinaus, daß man bald argumentieren kann "Je mehr Bier ich trinke, um so mehr kann ich gratis telephonieren".

pte/fak


"Teleparken" über's Handy

Einen neuen Weg, um der Parkplatznot in den Städten Herr zu werden, geht die israelische Firma Virtual Parking System (VPS). Vom heimischen Telephon aus, per Handy oder auch über das Internet kann der Autofahrer einen Abstellplatz in der Nähe seines Zielortes reservieren und sich damit die lästige Parkplatzsuche ersparen. Erreicht der Fahrer sein Ziel, ruft er die computerisierte Parkplatzzentrale von VPS an und meldet seine Ankunft. Von dort bekommt er seinen Stellplatz zugewiesen.

Parkwächter sind über mobile Online-Terminals, die Informationen in beide Richtungen übermitteln, mit dem VPS-Zentrum verbunden und kontrollieren die abgestellten Fahrzeuge. Die Parkzeit kann so genau abgerechnet und per Kreditkarte oder über die Telephonrechnung bezahlt werden. Die sonst nötige Infrastruktur wie Parkuhren oder Parkautomaten entfällt somit.

Nach Angaben der Firma reduziert das System einerseits die städtischen Ausgaben für Instandhaltung, Überwachung und Gebührenerhebung drastisch, andererseits soll es die Parkplatzeinnahmen steigern und die Nerven der Autofahrer schonen. Wie VPS-Chef Shlomo Zytman auf der CeBIT erklärte, sei ein Pilotversuch in Tel Aviv, wo immer sehr dichter Verkehr herrsche, äußerst erfolgreich verlaufen. Kontakt: Tel.: 00972-9-7443646 (zednet)

pte/fak


DECT-Drucker von Canon

Canon Europe hat dem Münchner High-Tec-Unternehmen Dosch & Amand (D&A), die schon durch die Entwicklung des weltweit ersten voll multimediatauglichen DECT-Datenfunksystems bekannt geworden ist, den Auftrag erteilt, ein DECT-LAN-Gateway zu entwickeln, mit dem Drucker schnurlos in vernetzte PC-Infrastrukturen eingebunden werden können.

D&A gehört zu jenen Firmen, die sich führend an der Entwicklung von DECT-MMC (DECT MultiMediaConsortium), zu dem u.a. auch Ascom und Ericsson gehören, beteiligt hat.

Inzwischen gibt es sogar bereits ein Label für DECT-MMC-Geräte, das garantiert, daß das jeweilige Gerät dem MMAP-Standard entspricht, was bedeutet, daß solche Geräte unabhängig vom Hersteller schnurlos miteinander kommunizieren können. Das geht über den GAP-Standard, der sich ja nur auf Sprachtelephonie bezieht, weit hinaus.


Insulares GPRS

Ericsson hat den Auftrag für die Einführung von GPRS-Technologie im britischen One2One-Netz, das kürzlich von der deutschen Telekom übernommen worden ist, erhalten. Der Dienst, der Datenraten von bis zu 115 kbps ermöglichen wird, soll von One2One im Laufe des nächsten Jahres angeboten werden.


Total Mobility Office

Während Ericsson für lokale Anwendungen auf DECT setzt, sieht Nokia in GSM die bessere Lösung. Mit dem "GSM Intranet Office" bietet der finnische Hersteller erstmals ein System an, bei dem das GSM-Telephon zur Arbeitsplatz-Nebenstelle wird. Die Indoor Basisstation "inSite" unterstützt zusätzlich zu den gewohnten GSM-Diensten auch HSCSD (High Speed Circuit Switched Data) und GPRS (General Packet Radio Service) und wird für alle GSM-Frequenzen (900, 1800 und 1900) verfügbar sein.

Die Möglichkeiten eines solchen Systems gehen jedenfalls weit über die einer "normalen" Nebenstelle hinaus.

Einen Netzbetreiber braucht man dennoch, denn die Sprachkommunikation erfolgt sowohl innerhalb als auch außerhalb des Hauses über diesen.


Top-Weltempfänger

Rund 3000 Stationen sind im neuen Weltempfänger ICF-SW07 bereits vorprogrammiert. Aber darauf muß man sich nicht verlassen, denn mit der Autoscanning-Funktion oder dem Synchrondetektor sollte man auch Kurzwellensender finden, die bei der Programmierung nicht aufgenommen wurden oder die einfach neu sind. Acht Pre-Set-tasten sind bereits ab Werk belegt - können aber vom Benutzer selbstverständlich umprogrammiert werden. Insgesamt können achtzig Stationen auf Speicherplätze gelegt werden. Neben der eingebauten Teleskopantenne kann auch die fernbedienbare kreisförmige Reiseantenne eingesetzt werden.

Das Gerät ist sehr klein (135 × 32,5 × 91 mm) und wiegt samt Batterien 237 Gramm. Nützliche Funktionen wie Weltzeituhr und Wecker sind geradezu selbstverständlich. Der Preis liegt in der Größenordnung eines mittleren Handys ohne Subvention: öS 5.990,-.


Stürzende Aktien

Es scheint, als ob der Internet-Boom an den Börsen zu Ende wäre: Der Börsenwert von Amazon reduzierte sich in den letzten 52 Wochen um 59 %, America Online verlor 52 % seines Wertes und andere Internet-Firmen wie etwa iVillage oder ebay traf es mit 76 % Verlust noch stärker. Gleichzeitig hielten die alten "Blue Chips", wie IBM,Cisco oder Sun durchaus ihren Wert, wenngleich auch sie Einbußen in der Größenordnung von 10 % zu verzeichnen hatte.

Die Frage, ob die starken Kursrückgänge bei Internet-Aktien nur als "technische" Reaktion des Marktes anzusehen sind, oder ob die euphorischen Trader jetzt doch bemerkt haben, daß keine dieser so hochgelobten Firmen irgendwo in die Nähe eines möglichen Gewinnes gekommen ist, wird erst in den nächsten Wochen geklärt sein. Wer zu den Optimisten gehört und glaubt, daß Internet bald ein großes Geschäft werden wird, hat jetzt jedenfalls die Chance, sich sehr günstig mit Internet-Aktien einzudecken.

Analysten sehen das Problem auch darin, daß die bisherigen Wachstumsraten von bis zu 50 % jährlich kaum mehr zu halten sein werden - immerhin ist etwa in den USA schon die Hälfte der Bevölkerung Online - und Wirtschaft lebt nun einmal auch vom Wachstum.


Mobile Märkte

Nach einer kürzlich in der schwedischen Tageszeitung "Svenska Dagbladet" veröffentlichten Statistik ist Nokia bei Mobiltelephonen unangefochtener Weltmarktführer. Insgesamt seien 1998 weltweit 162,9 Millionen Mobiltelephone verkauft worden, von denen 22,9 % von den Finnen stammen. Anders sieht es nach dieser Quelle bei Mobiltelephonsystemen aus. Danach hätte Ericsson 1998 62 % aller derartigen Systeme geliefert, während die anderen Anbieter (Nokia, NEC, Lucent, Motorola und Hughes) etwa gleiche Anteile an den restlichen 38 % haben.

Die Aktionäre dürfte das aber nicht sehr begeistern, denn während die Nokia-Aktie seit April 1998 bis Juni 1999 von rund 200 schwediscjen Kronen auf rund 800 gestiegen ist, erreichte der Wert der Ericsson-Aktie von etwa gleicher Ausgangslage nur knapp die 300-Kronen-Grenze. Die Unlust der Aktionäre ist aber kein Wunder, denn während die Gewinnprognose von Nokia für die Jahre 1999 - 2001 eine stete Zunahme des Überschusses erwarten läßt, dürfte Ericsson heuer rund 7 % weniger verdienen als im Jahr 1998 und trotz der positiven Prognosen für 2000 und 2001 wird der Gewinn des großen Schweden deutlich unter dem des kleinen Finnen liegen.

Mobiltelephonmarkt '98
HerstellerStückAnteil
Nokia37,422,9 %
Motorola32,319,8 %
Ericsson23,814,6 %
Panasonic13,48,2%
Alcatel7,04,3 %
Sonstige49,030,0 %
SUMME162,9100,0%
Stückzahlen in Millionen



MOBILE TIMES Home Letzte Überarbeitung: Montag, 10. Februar 2003
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